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"Schüler packen Päckchen für Tafel"


Klasse 8b der Käthe-Kollwitz-Schule sorgen für Weihnachtsüberraschung für bedürftige Kinder

📷 von Ralf Badenschier

Eine vorzeitige Bescherung gab es gestern bei der Bützower Tafel. Anne Boddien und Kerstin Düntsch brachten zwei Taschen voller Weihnachtsgeschenke in die Ausgabestelle des gemeinnütziges Vereines. Die stammen von den Schülern der Klasse 8b der Regionalen Schule „Käthe Kollwitz“ in Bützow. Dafür waren die Schülerinnen und Schüler in ihren Kinderzimmern auf Entdeckungstour gegangen. Christina Rohde, Vereinsvorsitzende der Bützower Tafel, war begeistert, als sie gestern die Geschenke entgegennahm.

Die Idee zu dieser Aktion kam von Anne Boddien, Vorsitzende des Klassenelternrates. „Unseren Kindern geht es, so glaube ich, allen relativ gut. Sie haben alles. Und jetzt in der 8. Klasse sind sie in einem Alter, um auch zu begreifen, was ,Leid‘ bedeutet“, erzählt die Bützowerin. Gerade jetzt in der Weihnachtszeit.

Bei der alljährlichen Weihnachtsfeier der Klasse wird sonst immer gewichtelt. Das heißt: Jeder schaute bei sich zuhause nach, was er an Spielen und anderen Sachen nicht mehr benutzt, was aber noch in einem guten Zustand ist. Das wurde eingepackt und innerhalb der Klasse verschenkt. „Diese Geschenke haben wir nun in diesem Jahr nicht untereinander getauscht, sondern für die Tafel gepackt“, erklärt Anne Boddien. Dabei wurde Wert darauf gelegt, dass es keinen Zwang gibt. „Es war alles freiwillig“, sagt Klassenleiterin Kerstin Düntsch. Aber sie weiß, dass durch diese Aktion an manchem Abendbrottisch auch darüber und über die Tafel gesprochen wurde.

Die 20 ehrenamtlichen Mitstreiter um Vereinschefin Christina Rohde haben auch in den letzten Tagen des Jahres noch alle Hände voll zu tun. Dabei sind sie nach wie vor auf Spenden angewiesen. Immerhin versorgen sie Hilfsbedürftige mit Lebensmitteln. Es sind rund 180 Haushalte mit um die 300 Menschen, die von dem Ehrenamt profitieren. Dabei werde die Aufgabe immer schwieriger, denn die Supermärkte hätten ein anderes Einkaufsverhalten als noch vor zwei Jahren, hat Christina Rohde festgestellt. Dadurch fallen nicht immer so viele Spenden an. „Manchmal können wir recht viel herausgeben, manchmal ist es aber auch richtig knapp“, so die Vereinsvorsitzende. Umso mehr freue sie sich über jede Spende. „Deshalb gilt unser Dank allen, die uns das ganze Jahr unterstützen, Firmen ebenso wie Privatpersonen“, betont Christina Rohde.

Aus diesem Grund müsste die Tafel viel öfter einmal solche Unterstützung wie von den Schülern der 8b bekommen, sagt Anne Boddien. „Ich weiß, wie es ist, nicht viel zu haben“, sagt sie und erinnert sich an die Zeit, als sie alleinerziehende Mutter war. Sie hätte auch Anspruch gehabt, die Leistungen der Tafel in Anspruch zu nehmen. „Doch die Hemmschwelle ist ziemlich hoch. Ich konnte es nicht“, sagt Anne Boddien.

Christina Rohde pflichtet ihr bei: „Ich habe vor Jahren selbst in der Reihe gestanden.“ Sie wisse, wofür sie und die anderen Ehrenamtlichen sich fast jeden Tag wieder auf den Weg machen, um anderen zu helfen. „Es ist ein gutes Gefühl“, sagt Christina Rohde.

– Quelle: https://www.svz.de/18629151 ©2018

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